visual communication

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Unsere Kommunikation findet zu großen Teilen auf der nicht-sprachlichen Ebene statt. Neben allen anderen Sinneseindrücken, die unser Behagen beeinflussen oder unsere Aufmerksamkeit wecken, erreichen uns vor allem visuelle Signale.

Der riesige Bereich der visuellen Kommunikation wird in zwei große Bereiche weiter unterteilt: Proxemik (interpersonale Distanz, räumliches Verhalten) und Kinesik (Mimik, Gestik, Blickaustausch, Körperbewegungen).

Die meisten dieser visuellen Signale senden und empfangen wir unbewusst – das beutet aber nicht, dass wir uns nicht ihrer Bedeutung bewusst werden können. Wenn wir unsere eigene Reaktion und die anderer besser verstehen, erleichtert das die Kommunikation untereinander. Wir lernen unsere eignen Bedürfnisse besser wahrzunehmen und bessere Entscheidungen zu treffen. Unsere Zusammenarbeit im Team wird maßgeblich erleichtert, wenn wir das Verhalten der Teamkollegen besser interpretieren können.

Welche Fragen können wir rein auf nicht-sprachlicher Ebene beantworten?

  • Behagen: Fühlt sich die andere Person in unserer Gegenwart wohl?
  • Respekt: Wie ist die andere Person gegenüber unserer Begegnung, Zusammenarbeit eingestellt?
  • Interesse: Zeigt die andere Person Interesse an unserem Gespräch, unserer Zusammenkunft
  • Selbstbewusstsein: Was denkt die andere Person über sich selbst? Was traut sie sich selbst zu?
  • Gesundheit: Wie fühlt sich die andere Person? Hat sie Schmerzen oder Einschränkungen, die ihren Gesamteindruck beeinflussen?

Im Fokus meiner Arbeit stehen eine Verbesserung der Kommunikation und das Verstehen unserer Mitmenschen. Das Verstehen der eignen und der Körpersprache anderer hilft Signale, abseits der Sprache, besser zu interpretieren. Wir erkennen leichter, ob wir uns selbst wohl fühlen, unserem Gegenüber mit Respekt begegnen oder uns unsicher fühlen. Diese Art von Selbsterfahrung hilft die Verständigung in menschlichen Interaktionen zu verbessern und Missverständnisse zu reduzieren.

Die Körpersprache anderer lesen zu können hilft die Offenheit, Kooperationsbereitschaft und den Respekt des Gegenübers schnell zu erkennen. Das gesprochene Wort kann niemals so eine ehrliche Aussage darüber treffen, wie das Verhalten einer Person es kann. Wir können so Probleme im Arbeitsteam und die Wertschätzung anderer besser antizipieren. Auch wenn sich andere nicht absichtlich respektlos, abweisend oder desinteressiert verhalten, sind entsprechende Anzeichen ernst zu nehmen und Gründe dafür zu finden. Für ein effektives Miteinander im Arbeitsteam, ein respektvoller Umgang zwischen Kulturen und Geschlechter dürfen diese unbewussten Reaktionen und Verurteilungen nicht unterschätzt werden.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich in meinem Projekt auf die nicht-sprachliche Verständigung von Migranten und Migrantinnen, Frauen und Arbeitsuchenden legen, wobei eine Person auch alles auf einmal sein kann. Für diese Gruppen kann eine aufmerksame Beobachtung der eigenen Körpersprache und eine bewusste Wahrnehmung der Körpersprache anderer besonders viel Aufschluss über die Akzeptanz in einer Gruppe geben. Viele Rollenbilder können so neu beleuchtet werden. Speziell für Migranten und Migrantinnen, wenn die sprachliche Verständigung erschwert ist, kann eine geschärfte Wahrnehmung helfen, die nicht-sprachlichen Signale richtig zu deuten.

Ein authentischer Auftritt nach außen und ein wertschätzender Umgang unter Kollegen helfen auch Unternehmen erfolgreich zu werden. Durch den bewussten Einsatz von Körpersprache können ein effektives Miteinander und ein respektvoller Umgang im Arbeitsteam geschaffen werden.

Weitere Artikel und sowie Tipps & Tricks zum Thema finden sich unter der Blogkategorie Visual Communication.

 

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